Nach den ersten feierlichen Klängen von Orgel und Chor begrüßte Jens Petereit die Gäste mit herzlichen Worten und führte in den Abend ein. Rund 50 Mitwirkende hatten sich zusammengefunden, um ein abwechslungsreiches musikalisches Programm darzubieten. Der Bogen spannte sich von bekannten klassischen Kompositionen bis hin zu einfühlsamen, rhythmisch bewegten Stücken der Gegenwart und unterstrich eindrucksvoll die Vielfalt der Musik.
Zwei Solomomente sorgten für besondere Gänsehaut: „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film The Mission, dargeboten von Fanny Gesekus (Oboe), sowie die „Méditation“ aus der Oper Thaïs, gespielt von Paula Vorbrodt (Violine).
Allen Beiträgen war eines gemeinsam: Sie schenkten Frieden oder weckten die Sehnsucht danach – den Wunsch nach Nähe, Verständnis und gelebter Gemeinschaft. Das Motto des Abends, „Singet dem Herrn ein neues Lied“, erinnerte zugleich daran, dass Erneuerung und Veränderung wesentliche Teile des Glaubens und des Lebens sind. So wie der Frühling neues Leben hervorbringt, kann auch Wandel Neues wachsen lassen – selbst wenn er uns gelegentlich herausfordert.
Besonders berührend klang dabei die Zusage: „Brauchst du Kraft? Bei ihm ist Stärke. Fürchte dich nicht. Er ist ganz nah.“
In der Rückschau wurde spürbar, wie viel sich im Laufe der Jahrzehnte in der Gemeinde Zerbst ereignet hat: unzählige Begegnungen sowie das gemeinsame Erleben von Freude, Leid und Glauben. Das Lied vom ins Wasser gefallenen Stein, der immer weitere Kreise zieht, verlieh diesen Gedanken eine besondere Tiefe. Es erinnerte daran, dass die Liebe, die wir weitergeben, keine Grenzen kennen sollte.
Die Zerbster Geschwister danken allen Mitwirkenden und Organisatoren von Herzen für ihr großes Engagement und ihre Zeit. Das Konzert war ein wertvoller Beitrag zum Jubiläumsjahr – und für alle Anwesenden, insbesondere aber für die Gemeinde, ein unvergessliches Geschenk.
Neuapostolische Kirche